24. November 2004 || Aktuelles
Mozilla-Browser gewinnen Marktanteile
Mozilla Firefox als Alternative zu Microsofts Internet-Explorer macht mehr und mehr an Boden gut
Aktuelle Statistiken deuten darauf hin, dass langsam wieder Bewegung in den Browsermarkt kommt. Vermehrt kehren Anwender dem immer wieder durch das bekannt werden von Sicherheitslücken auffällig gewordenen Internet-Explorer (IE) von Microsoft den Rücken, der zudem seit Jahren durch einen Entwicklungsstillstand glänzt. Die Alternativen bieten oft mehr komfortable Features und sind bedienerfreundlicher als der Marktführer aus Redmond.
Eine Alternative ist der Browser Firefox der Mozilla Foundation der nun in der aktuellen Version 1.0 vorliegt. Die Open-Source-Gemeinde entwickelt seit Jahren auf der Basis des damals von Netscape freigegebenen Quellcodes des Netscape Navigator zum einen die Suite Mozilla, bestehend aus Browser und eMail-Client und zum anderen die beiden Standalone-Produkte Firefox (Browser) und Thunderbird (eMail).
Wie die Web-Statistiker des niederländischen Unternehmens Onestat mitteilen, erreichen die Browser der Mozilla-Foundation mittlerweile einen Marktanteil von 7,35 Prozent. Davon entfallen 4,58 Prozent auf den Mozilla Firefox. Im Mai 2004 lag der Anteil der Mozilla-Browser noch bei 2 Prozent. Zwar dominiert der Microsoft-Browser mit über 88 Prozent weiterhin, verlor aber 5 Prozentpunkte im Vergleich zum Mai. Eine ähnliche Verschiebung, hin zum Mozilla und seinen Derivaten, hatte im September bereits die Firma WebSideStory festgestellt.
Zwar sind solche Zahlen über die Webbrowser-Nutzung mit einer gewissen Skepsis zu Betrachten, denn ein Browser kann unter Umständen mit fremder Kennung unterwegs sein, um Zugang zu bestimmten Websites zu erhalten. Dennoch ist ein gewisser Trend festzustellen, der noch deutlicher wird, wenn man die Statistiken technikaffiner Websites mit in die Betrachtung einbezieht. Die Statistik von heise.de z.B. zeigt einen Anstieg der Mozilla-Browser von 31,2 auf 38,1 Prozent. Auffällig hier die insgesamt sehr viel höhere Verbreitung in der mutmaßlich technisch interessierteren und für die Sicherheitsprobleme des IE sensibilisierteren Zielgruppe.
Wir bei Die gute Stube setzen seit 1996 ausschließlich auf die Netscape- und Mozilla-Vorgänger des Firefox und jetzt natürlich auf dessen neu erschienene Version 1.0.
Microsofts Internet-Explorer kommt nur während der Produktionsphase neuer Websites zu Prüfzwecken zum Einsatz.
Der Firefox-Browser ist schnell, stabil und ausgesprochen komfortabel. Popup-Blocker, Tabbed-Browsing, also das gleichzeitige Öffnen mehrerer Webseiten auf Karteireitern innerhalb eines Browserfensters und die Live Bookmarks - hierbei werden RSS-Feeds von z.B. Nachrichtenseiten direkt in die Bookmarkverwaltung eingelesen und als einzelne Links angezeigt - sind nur die wichtigsten Features.
Wir empfehlen daher dringend allen Internetnutzern, sich die aktuelle Version 1.0 des Firefox einmal genauer anzusehen und - soweit möglich - umzusteigen. Die Liste der Sicherheitslücken des IE wird nicht kürzer, das Schließen neu entdeckter Lücken dauert in der Regel lange und Microsofts Produktpolitik sieht mittelfristig kein entsprechendes „großes“ Update vor.
Wir halten den Firefox nicht nur für eine Alternative sondern für den momentanen Benchmark in Sachen Webbrowsing.